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Straßenbahnen

Ein erster Höhepunkt unter den Veranstaltungen im Rahmen der Entdeckertour war eine historische Straßenbahnfahrt der üstra. "Mit dieser Straßenbahnfahrt unterstützt die üstra die Entdeckertour in Linden-Limmer und die Idee, die dahintersteckt", erklärte üstra-Pressesprecher Udo Iwannek auf der Auftaktveranstaltung.

Historische Straßenbahnfahrt Historische Straßenbahnfahrt Historische Straßenbahnfahrt

Leider war ich zur Zeit im Urlaub und konnte an der Fahrt nicht teilnehmen. Dafür wurden wir aber in Lissabon entschädigt. Dort fahren die "eléctricos" noch im Linienbetreib.
Inzwischen sind zwar nur noch 7 Linien in Betrieb, aber die Bahnen und Stecken aus den 40er Jahren wurden in den letzten Jahren komplett überholt. Durch den Einbau neuer Motoren wurde die Leistung auf 50 kW verdreifacht so das jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h möglich ist. Auf der Linie 28, die an den meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei fährt und dabei auch fast jeden der 7 Hügel mitnimmt, sind aber eher die Bremsen entscheidend. In der Calcada de San Francisco gibt es mit 13,5 Prozent Steigung die steilste Straßenbahnstrecke der Welt.
Wo es noch Steiler wird verkehren die drei Standseilbahnen oder man fährt mit dem Aufzug von einem Stadtteil in den Anderen.





Lissabon
Lissabon
Elevador do Lavra
Elevador Santa Justa

Die Fahrt mit einer historischen Straßenbahn in Linden führte auf der üstra-Linie 10 nach Ahlem und zurück sowie anschließend noch einmal zum Aegidientorplatz und zurück. Gefahren wurde in einem Wagen aus der Vorkriegszeit, vollständig in Holzbauweise erstellt, mit 24 Sitzplätzen. Anwesend waren Experten der üstra, die alle Fragen zur Geschichte der üstra in Linden (Schienennetz, Modelle) beantworten konnten. So konnte auch geklärt werden, ob es z.B. in Linden früher tatsächlich eine Ringbahn gegeben hat, von der Linien zum Landgasthaus Niedersachsen am Gehrdener Berg oder zur Zuckerfabrik nach Weetze abzweigten. "Früher war die üstra eins der größten Gütertransportunternehmen Deutschlands", ließ sich Udo Iwannek vorab schon einmal entlocken.

Start der historischen Straßenbahnfahrt war am 15. Juni um 17 Uhr an der Haltestelle "Küchengarten". Ein Teil der bis zu 48 Fahrkarten wurde verlost unter den Teilnehmern des Entdeckertour-Preisrätsels, das bis zum 4. Juni in 15 Lindener Geschäften durchgeführt wurde. Die Auslosung erfolgte am 6. Juni in Anwesenheit des Vorsitzenden des Wirtschaftsforums "Lebendiges Linden", Gisbert Fuchs. "Darüberhinaus möchten wir einigen Personen, die uns bei der Stadtteilkampagne schon sehr unterstützt haben, die Fahrt in der historischen Straßenbahn als kleines Dankeschön ermöglichen", erklärten die Initiatoren der Stadtteilkampagne, Michael Jürging und Manfred Wassmann.
Für Rückfragen stehen Michael Jürging (Tel. 33895-0), Manfred Wassmann (Tel. 2135430) und Udo Iwannek (Tel. 1668-2439) gerne zur Verfügung.


Unter dem Stichwort "Straßenbahnen" haben wir wieder ein paar Vergleichsbildpaare zusammengestellt. Auf einer ganzen Reihe von historischen Bildern begegnen uns ja Straßenbahnen an Stellen, wo heute gar keine Schienen mehr verlaufen. Übrigens können die abgebildeten Wagentypen bei undatierten Fotos für eine zeitliche Eingrenzung hilfreich sein.

1.
Schwarzer Bär (Postkarte von 1924, Sammlung Ilse Popp): Gewissermaßen ein Pendant zu unserem Vergleichsbildmotiv "Ihmebrücke 1912", hier aber mit der entgegen gesetzten Blickrichtung. Von uns jetzt erstmals verwendet.

Schwarzer Bär 1924 Schwarzer Bär 2006

2.
Ricklingerstraße (Postkarte von 1914, Sammlung Ilse Popp): Inzwischen eine verkehrsberuhigte Zone. Im Hintergrund die Zions-, heute Erlöserkirche. Der Fotograf des historischen Bildes hat wahrscheinlich eine kleine Trittleiter verwendet, wie das auch der berühmte Wilhelm Hauschild häufig getan hat.

Ricklinger Straße 1914 Ricklinger Straße 2006

Auf das Generalthema "Straßenbahnen" wollen wir auch in den Erzählcafés zu sprechen kommen. Darüber hinaus haben wir der IGS Linden vorgeschlagen, für das neu eingerichtete Seminarfach ein entsprechendes Themenangebot aufzunehmen.

Schön wäre es, wenn die Leserinnen und Leser weitere StraBa-Fotos (z.B. aus den 1950er-, 60er- und 70er-Jahren) leihweise zur Verfügung stellen könnten oder eigene StraBa-Geschichten mitteilen (Erlebnisse von StraBa-Fahrern und -Mitfahrern, "Roter Punkt"-Aktion, menschlich-allzu-menschliche Begegnungen, usw.).

3.
Lindener Marktplatz (Postkarte von 1918, Sammlung Jürgen Wessel): Die Straßenbahn - hier die Linie 2 - kommt aus Richtung Stephanusstraße, wo heute keine Gleise mehr verlaufen. Die Häuserzeile bildet die östliche Seite des Lindener Marktplatzes und ist fast unverändert erhalten.

Lindener Markt Lindener Markt 2006

Aktuelle Bilder und Informationen zu den Stadtbahnen in Hannover gibt es unter den Adresssen:

Als provokante Anregung zum guten Schluss ein nettes Gedicht von Eugen Roth (1895-1976):

"Ein Mensch schaut in der Straßenbahn der Reihe nach die Leute an:
Jäh ist er zum Verzicht bereit auf jede Art Unsterblichkeit."