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Ostereier Bilder

Der Jahreszeit angemessen, gibt es diesmal drei "Ostereier". Es handelt sich um historische Fotos aus Linden, die jeweils durch eine Retusche "ergänzt" wurden. Wie beim Ostereiersuchen muss man auch hier genau hinsehen, um die hineinretuschierten Objekte zu entdecken.
Wir erlauben uns an dieser Stelle einen kurzen Rückblick und erinnern an das von uns kurz vor Weihnachten präsentierte Foto von der Ihmebrücke am Schwarzen Bären aus dem Jahre 1912; dort waren die Türme der Garnisonskirche vom Fotografen eingefügt worden, um das Kirchturmpanorama im Hintergrund - sagen wir mal: - abzurunden.

Alte Post Post Lindener Markt

Auflösung

1) Der einfachste Fall dürfte das Motiv "Alte Post" aus dem Jahre 1912 sein (Quelle: Sammlung Ilse Popp). Auf dem Foto geht der Blick vom Lindener Markt durch die Niemeyerstraße auf die Martinskirche zu. Linker Hand sehen wir das alte Postgebäude. Der Fotograf war so kühn, die Retusche ganz zentral im Vordergrund einzufügen, nämlich in Form eines Autos. Dabei ist es ihm gelungen, durch die etwas schräg geneigten Räder eine hohe Geschwindigkeit anzudeuten. Ähnliche Darstellungen kennen wir ja heute von Comiczeichnungen. Es wäre gut möglich, dass das Auto als Ausdruck für technische Moderne und städtische Dynamik eingefügt wurde.

Deisterstraße Deisterstraße

Auflösung

2) Das Foto aus der Deisterstraße im Jahre 1908 (Quelle: Nachlass Werner Krämer) zeigt die Häuserzeile zwischen dem Schwarzen Bären (links außerhalb des Bildausschnitts) und der Abzweigung der Ricklingerstraße (rechts außerhalb des Bildausschnitts). Zur Verdeutlichung: Die Häuser stehen mit der Rückseite zur Ihme. Halbrechts sehen wir die Buchhandlung von "Dr. A. Edel Nachf.". Dieses Geschäft hat Anfang des 20. Jahrhunderts eine ganze Reihe von Postkarten mit Lindener Motiven herausgegeben, darunter auch diese, wie man der Fußzeile entnehmen kann. Die "Lindener Creditbank", deren Aufschrift eine Etage höher am selben Haus angebracht ist, war übrigens die Vorgängerin der späteren Lindener Volksbank, jetzt Hannoversche Volksbank. Aber haben Sie auch die Retusche entdeckt? Sie ist ziemlich versteckt - wohl zu Recht, denn sie ist nicht gerade das, was wir ein künstlerisches Meisterwerk nennen würden. Am linken Bildrand, unmittelbar neben der Laterne im Vordergrund, wurde eine Straßenbahn eingefügt, deren Proportionen ziemlich verrutscht sind. Vermutlich handelt es sich um einen halbherzigen Kompromiss: Einerseits wollte der Fotograf den Straßenbahnschienen auf der Deisterstraße etwas mehr Leben einhauchen; andererseits sollten dabei aus Werbegründen aber nicht die Geschäfte im Vordergrund verdeckt werden. Darum wurde der Straßenbahnwaggon ziemlich klein in die Ecke gerückt.

Stephanusstraße Stephanusstraße

Auflösung

3) Eine hübsche Raffinesse ist dagegen die Retusche auf dem Foto von der Stephanusstraße (Quelle: Nachlass Werner Krämer), das aus den 1920er Jahren stammt. Dabei ist die Häuserzeile zwischen dem Lindener Markt (links außerhalb des Bildes) und der Gartenallee (rechts am äußersten Rand) zunächst einmal wenig spektakulär. Und auch das Fußgängerpaar am linken Bildrand wirkt auf den ersten Blick unverdächtig. Erst bei genauerem Hinsehen ist erkennbar, dass es in das Foto hineinretuschiert wurde. Vordergründig mag es darum gegangen sein, ein gewisses Gegengewicht zu den übrigen Personen, die sich alle in der rechten Bildhälfte aufhalten, zu erzeugen. Dafür hat der Fotograf allerdings nicht irgendein Fußgängerpaar hineinretuschiert, sondern den damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und seine Frau! Es gibt tatsächlich ein zeitgenössisches Foto, das das Ehepaar Hindenburg in genau dieser Haltung zeigt - natürlich nicht auf der Stephanusstraße in Linden. Unser Dilemma: Wir konnten das (Vor-)Bild bisher nicht wiederfinden. Nun hoffen wir auf die Leserinnen und Leser: Sieht sich jemand in der Lage, einen Beleg für das zeitgenössische Foto des Ehepaares Hindenburg - schräg von hinten gesehen - zu liefern? Das wäre uns wieder mal eine Flasche Sekt wert!