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Brücke Schwarzer Bär

Mit dem Modell der neuen Benno Ohnesorg Brücke ist die Geschichte der Brücke in Bildern von 1900 bis 2007 vollständig. Im Anschluß an den Umbau des Schwarzen Bären soll die Brücke im Rahmen des hochwassersicheren Ausbau der Ihme verlängert werden. Damit durch zusätzliche Abgrabungen der Wasserstands in den Seitenräumen gesenkt wird. In diesem Zuge werden auch die Leinert- und Legionsbrücke verbreitert. Die Kosten für das Programm, dessen Umsetzung etwa fünf Jahre dauern wird, liegen zwischen 20 und 25 Millionen Euro.

Modell der neuen Benno Ohnesorg Brücke

ab ca. 2008

Benno Ohnesorg Brücke 2006

2006

Ihmebrücke Schwarzer Bär 1912

1912

Ihmebrücke Schwarzer Bär 1901

1901

Hannover verfügt über einen relativ guten Hochwasserschutz. Dies hat sich bei den vergangenen extremen Hochwassersituationen 1947, 1981 und 2003 gezeigt, die keine größere Schäden hinterlassen haben. Die vorhandenen Hochwasserschutzeinrichtungen unterliegen einer regelmäßigen technischen Überprüfung und sind in einem guten Zustand.

Einige Stellen befinden sich derzeit in der Überarbeitung. Dies sind der nördliche Bereich des Ricklinger Deichs in Höhe des Regenrückhaltebeckens, wo Spundwände in den Deich eingeschlagen werden sollen; ein Teil der Schutzmauer muss neu ausgefugt und die zu geringe Deichhöhe am Studentenwohnheim in Süd-Ricklingen korrigiert werden.




Stadtmodelle im neuen Rathaus.
Sicht aus Richtung Schwarzer Bär
auf Hannover.

Stadtmodell 1933
Stadtmodell 1945 Stadtmodell Aktuell

Wie kurz vor Weihnachten angekündigt, schieben wir zu unserem Vergleichsbildpaar "Ihmebrücke Schwarzer Bär 1912/2006" noch ein Foto der alten Ihmebrücke, d.h. der Vorläuferin der heutigen Benno-Ohnesorg-Brücke nach. Es handelt sich um eine colorierte Postkarte aus dem Jahre 1901, die wie schon das Foto von 1912 aus der Sammlung von Frau Ilse Popp stammt.
Der Blick geht flussabwärts. Vorne rechts, wo die Ruderboote liegen, befindet sich heute der Anleger für die Fahrgastschiffe der "Hannoverschen Personenschifffahrt". Die Hausecke am linken Bildrand gehört zu dem Gebäude, das auf dem SW-Foto von 1912 am rechten Bildrand durch die wuchtige Kuppel auffällt.

Ihmebrücke 1901

Ein weiteres Detail:
Am linken Bildrand ist auch die Kuppel der Synagoge zu etwa 3/4 zu sehen. Wegen der Sonneneinstrahlung ist sie sehr hell, so dass sie sich vom Horizont nur wenig abhebt. Dafür ist bei genauer Betrachtung auch das kleine spitze Türmchen oben auf der Kuppel identifizierbar.
Alles zur Geschichte der Synagoge in Hannover in einem Projekt der TU Darmstadt.

Ist das Rätsel der Zwillingstürme gelöst? Ein Verdacht erhärtet sich ...

Ihmebrücke 1912

Auf dem Foto von den Bauarbeiten an der Ihmebrücke im Jahre 1912 sind am Horizont fünf Einzeltürme und - schon fast am rechten Bildrand - ein Paar Zwillingstürme zu sehen. Die Einzeltürme meinten wir identifiziert zu haben, die Zwillingstürme blieben bisher ein Rätsel.
Ich habe mir daraufhin im hannoverschen Rathaus noch einmal das Stadtmodell von 1939 genau angesehen. Wie der Zufall so spielt, ist das Gebäude am Schwarzen Bären - und damit der historische Fotostandort - gerade noch am Rande des Modells dargestellt. So lässt sich die damalige Blickrichtung des Fotografen über die Ihmebrücke hinweg auf das hannoversche Zentrum hübsch in 3-D nachvollziehen. Sogleich bestätigte sich, dass es sich bei den drei Kirchtürmen auf der linken Bildseite um (von links nach rechts) die Kreuzkirche, die Neustädter Kirche und die Marktkirche handelt.
Aber bei den beiden kleineren Türmen halbrechts ist bereits eine Korrektur fällig: Der linke, spitze Turm gehört zur reformierten Kirche. Bei dem rechten handelt es sich hingegen um den Turm der Wasserkunst am Leineschloss. Er wurde nach seiner Zerstörung im 2. WK nicht wieder aufgebaut. Heute stehen dort die Skulpturen der "Göttinger Sieben". Unsere ursprüngliche Interpretation, der spitze Turm würde zur Aegidienkirche gehören und der rechte zur reformierten Kirche, ist also hinfällig.
Und damit kommen wir zu den mysteriösen Zwillingstürmen. Am Modell sowie durch sorgfältiges Nachjustieren an einem Stadtplan hat sich gezeigt, dass die Aegidienkirche ausgerechnet in der Fluchtlinie der Zwillingstürme zu suchen wäre. Aber die Aegidienkirche besaß natürlich stets nur einen Turm. Andererseits weist die Silhouette der Zwillingstürme eine geradezu verblüffende Ähnlichkeit mit der Garnisonskirche auf - nur stand die wiederum am Goetheplatz und damit links(!) außerhalb des Fotoausschnitts. Das Verwirrspiel hat zu einigen interessanten Spekulationen Anlass gegeben. Z.B. wurde gemutmaßt, das Foto könne seitenverkehrt wiedergegeben sein. Oder es könnte sich um die beiden kleineren Nebentürme des hannoverschen Neuen Rathauses handeln, das 1912 noch im Bau war, so dass die große Kuppel noch nicht zu sehen sei. Die Nachprüfung ergab jedoch schnell, dass das Neue Rathaus rechts außerhalb des Fotoausschnitts liegt.
Als auch alles Suchen in alten Hannover-Bildbänden keine plausible Erklärung brachte, schlichen sich allmählich Zweifel ein, ob das noch mit rechten Dingen zugehen konnte. Ich habe mir schließlich das Foto am PC-Bildschirm - wir verfügen lediglich über eine digitale Version - in der "verdächtigen" oberen rechten Ecke vergrößert. Und siehe da: Genau um die beiden Zwillingstürme herum ergab sich ein zwar schwaches, aber doch hinlänglich erkennbares graues Rechteck. Mit anderen Worten: Die Zwillingstürme der Garnisonskirche wurden in das Foto hinein retuschiert! Möglichkerweise hängt sogar die eher mäßige fototechnische Qualtität des Bildes damit zusammen, dass für die Retusche eine zusätzliche Vervielfältigung nötig war?!
Jedenfalls können wir allen, die bei den Zwillingstürmen auf die Garnisonskirche getippt haben, im Sinne von Radio Eriwan Recht geben: "Im Prinzip ja, aber ..."


Zum Jahreausklang haben wir noch ein Vergleichsfotopaar zu bieten, das wegen der anstehenden Brückenbauarbeiten am Schwarzen Bären von Interesse sein dürfte.

Ihmebrücke 1912
Ihmebrücke 2006

Das historische Foto aus der Privatsammlung von Frau Ilse Popp, die leider kürzlich verstorben ist, ist mit dem Jahr 1912 datiert. Es zeigt den damaligen Neubau der Ihmebrücke (rechts) einschließlich einer parallelen Behelfsbrücke (links), über die während der Bauarbeiten der Verkehr abgewickelt wurde. Das Capitol gab es vorne links noch nicht. In dem beschatteten Gebäude mit der wuchtigen Kuppel am rechten Bildrand befindet sich heute der Irish Pub. Im Hintergrund sehen wir von links nach rechts die Kirchtürme der Kreuzkirche, der Neustädter Kirche, der Marktkirche, der Aegidienkirche (halbrechts ganz schwach im Dunst mit hohem, spitzem Turm) und der evang.-reformierten Kirche (dicht rechts von der Aegidienkirche, ebenfalls im Dunst).

Dagegen konnte ich bisher die Zwilligstürme hinter dem hellen Gebäude am rechten Bildrand nicht identifizieren. Vielleicht kann da wieder ein Leser/eine Leserin weiterhelfen? Natürlich wäre es auch interessant, weitere Informationen oder Bilder zum damaligen Brückenneubau zu erhalten. In etwa 2 Wochen werden wir eine (colorierte!) Ansicht der alten Brücke mit ihren Sandsteinpfeilern nachschieben.

Das aktuelle Vergleichsfoto zeigt die derzeitige Behelfshaltestelle "Schwarzer Bär" der Stadtbahnlinien 9 und 17 auf der Benno-Ohnesorg-Brücke. Das Bild habe ich von der Gemeinschaftspraxis Schumm, Kornacker, Nolting (Schwarzer Bär 8, 6. Etage) aus fotografiert. Die Türme der Marktkirche und der evang.-reformierten Kirche sind nach wie vor zu sehen. Zwischen der Marktkirche und dem Capitol sehen wir halblinks außerdem das Kröpcke-Center sowie den "Telemax" am anderen Ende der Stadt.